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Wie wir lernen

M. Hoanzl/W. Bleher. Wie wir lernen. Seminar: Lernen durch Erfahrung- Impulse für die schulische Arbeit mit schwierigen Kindern. Was verstehen Sie unter Lernen?. Was sehen Sie auf diesem Bild?. Welche Lerntheorien kennen Sie?. Lerntheorien.

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Presentation Transcript


  1. M. Hoanzl/W. Bleher Wie wir lernen Seminar: Lernen durch Erfahrung- Impulse für die schulische Arbeit mit schwierigen Kindern

  2. Was verstehen Sie unter Lernen?

  3. Was sehen Sie auf diesem Bild?

  4. Welche Lerntheorien kennen Sie? Lerntheorien Lerntheorien sind unterschiedliche Versuche, Kenntnisse über Bedingungen und Prozesse des Lernens zu gewinnen, zu beschreiben und zu erklären.

  5. Lerntheorien: • Lernen am Modell: • Wahrnehmungs-lernen, Imitationslernen, Beobachtungslernen • Modellernen (Gagnè, 1980) • Nachahmungs-lernen (Tausch/ Tausch, 1979) • Ist auf die affektive Persönlichkeits-struktur gerichtet und läuft in der Regel unbewusst ab. • seit Mitte der 70iger Jahre • Lernen aus tiefen-psychologischer Perspektive: • Eigenes Erleben und die Einstellungen spielen eine zentrale Rolle beim Lernen (Greenspan, 2001) • Lernen als prozesshafte Sinngebungsarbeit (Duncker, Maurer, Schäfer 1993) • Behavioristische Lerntheorien: • Reiz-Reaktions-Theorien wie • Klassisches Konditionieren (Pawlow) • Operantes Konditionieren (Skinner) • Trial and error (Thorndike) • Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts • Kognitive (strukturgenetische) Lerntheorien: • Lernen als Aneignung, Verarbeitung und Anwendung von Information (Kognition, Emotion, Handlung) • z.B. Theorie des entdeckenden Lernens (Bruner) • Theorie der kognitiven Entwicklung (Piaget) • Lernen als soziale Interaktion (Bandura) • ab Mitte der 60iger Jahre Neurobiologische Lerntheorie (Spitzer 2006)

  6. „Lernen durch Konditionieren“ Behaviorismus: Verhalten ist erlernt und kann demnach wieder verlernt bzw. umgelernt („programmiert“) werden. „Der Mensch ist keine Lernmaschine“ Tiefenpsychologie: Verhalten ist Ausdruck einer inneren Befindlichkeit. Die Emotionen struktu- rieren unser Denken – vgl. das UBW Reiz … … Reaktion Pawlow (klassisches Konditionieren) „Pawlow brachte seinen Hunden bei, den Speichel nicht nur beim Anblick eines saftigen Stücks Fleisch, sondern auch bei einem schnöden Glockenton fließen zu lassen.“ Skinner (operantes Konditionieren) – „Dabei erfolgt das Lernen durch Konsequenzen, die ein gezeigtes Verhalten hat: Eine Ratte erhält in einer Skinnerbox z.B. dann automatisch eine belohnende Futterpille, wenn sie zwei Tasten in der richtigen Reihenfolge drückt. Oder sie lernt in einem anderen Experiment, einen Stromstoß zu vermeiden, indem sie verschiedene Hebel drückt. In beiden Fällen wird die Ratte den Hebel häufiger drücken (einmal um Futter zu erhalten, das andere Mal, um einen Stromstoß zu vermeiden). Diese Verhaltensänderung wird als Lernen bezeichnet. Von den strikten Behavioristen wurde es vehement abgelehnt, irgendwelche Aussagen über das innere Erleben des Lernenden zu machen, egal ob es sich um ein Tier oder einen Menschen handelt!“ (Bach, Dreifert 2001, S. 15) „Einer anderen Gruppe von Psychologen (vgl. Tiefenpsychologie: Grundannahme des Unbewußten; Greenspan etc.) war aber klar, dass eigenes Erleben und (nicht nur bewusste) Einstellungen eine entscheidende Rolle bei allen Lernvorgängen spielt bzw. spielen. – Das Individuum steht im Vordergrund. Stark vereinfacht kann man sich das so vorstellen: Jeder vervollständigt beim Lernen seine persönliche Sicht der Welt. Alles was wir erleben, versuchen wir wie einen neuen Puzzlestein in unser eigenes „Weltbild – Puzzle“ einzubauen. Jeder von uns macht sich insgeheim ein anderes Bild der Welt und fügt deshalb einen neuen Stein auch an anderer Stelle ein. Daraus folgt ein Lernen, das dem mechanischen behavioristischen Lernen genau entgegengesetzt ist: Anstatt Schüler durch ‚Unterrichtsprogramme’ zu schicken, muss man ihnen die Chance zu eigenen Erkundungen geben.“ (Bach, Dreifert 2001, S. 15) Denn Lernen wird in diesem Kontext als „prozesshafte Sinngebungsarbeit des Subjekts“ verstanden. (Duncker, Maurer Schäfer 1993, S. 6ff) BACH Axel, DREIFERT Martin (2001): Kleine Geschichte des Lernens. S. 14-16 In: Bach Axel, Knopf Ingo (Hg./Redaktion) (2001): Wie wir lernen. Quarks Script. Script zur WDR-Sendereihe „Quarks &CO”. www.quarks.de DUNCKER Ludwig., MAURER Friedemann., SCHÄFER Gerd E. (Hg.): Kindliche Phantasie und ästhetische Erfahrung. Vaas Verlag. Langenau-Ulm 1993

  7. Lernen aus neurobiologischer Perspektive Beispiel: Tastsinn Neuronen repräsentieren kleine Teile der (hier) Zeigefingeroberfläche. Berührung am Zeigefinger Reizleitung über Nervenfasern ins Gehirn Verzweigung der Nervenfasern an Knotenpunkten (Synapsen) zu verschiedenen Nervenzellen (Neuronen) in der Gehirnrinde (Kortex) Die Verbindungen zu einzelnen Neuronen sind unterschiedlich stark (dunkle und graue Punkte im Kortex).

  8. Schematische Darstellung eines Neurons Synapsen Dendriten Dendritische Dorne Nervenfaser Neuron Axon (output) Synaptische Verbindungen sind nicht fest, sondern ändern sich nach Gebrauch -> Neuroplastizität

  9. Gedächtnisspuren Vgl. auch Edelman, Gerald M. (2000): Gehirn und Geist. Wie aus Materie Bewusstsein entsteht. München

  10. Ende der Präsentation

  11. Definition: Lernen 1 „…Lernen ist eine Veränderung im Erleben und Verhalten eines Individuums, die durch wiederholte Erfahrungen in der Interaktion mit der Umwelt zustand kommt. Vorausgesetzt wird, dass diese Veränderung des Verhaltensrepertoires nicht auf neurophysiologische Reifungsvorgänge oder vorübergehende Zustände des Organismus (z.B. Ermüdung, Erkrankung) zurückgeführt werden kann. Lernvorgänge selbst sind nicht unmittelbar beobachtbar, sondern können nur aus dem Vergleich der Reaktionen des Lernenden auf Umweltsituationen geschlossen werden. Veränderung ist der generelle Indikator für Lernen in allen Lerntheorien. Dabei kann Veränderung Erlernen oder Verlernen bzw. Anpassung oder Fehlanpassung bedeuten. Erfahrungen, auf die sich das Lernen bezieht, sind an Wahrnehmungen und Informationen aus der Umwelt und an deren Verarbeitung durch das Individuum gebunden. Lernen als Prozess der Erfahrungsbildung in der Auseinandersetzung mit der Umwelt bezieht sich auf Kognitionen, Emotionen und Verhalten…“ Schaub, H.;Zenke, K.: Wörterbuch der Pädagogik. 2. Aufl. DTV München 1997, S. 228

  12. Definition: Lernen 2 „Lernen ist prozesshafte Sinngebungsarbeit des Subjekts, die allein von dessen Biographie, Erfahrung, Kultur her zu begreifenist.“ Duncker, M.; Maurer, F.; Schäfer, G.E. (Hg.): Kindliche Phantasie und ästhetische Erfahrung. Langenau-Ulm 1993, S. 11

  13. Definition: Lernen 3 „Pädagogisch gesehen bedeutet Lernen die Verbesserung oder den Neuerwerb von Verhaltens- und Leistungsformen und ihren Inhalten. Lernen meint aber meist noch mehr, nämlich die Änderung bzw. Verbesserung der diesen Verhaltens- und Leistungsformen vorausgehenden und sie bestimmenden seelischen Funktionen des Wahrnehmens und Denkens, des Fühlens und Wertens, des Strebens und Wollens, also eine Veränderung der inneren Fähigkeiten und Kräfte, aber auch der durch diese Fähigkeiten und Kräfte aufgebauten inneren Wissens-, Gesinnungs- und Interessens-bestände des Menschen. Die Verbesserung oder der Neuerwerb muss auf Grund von Erfahrung, Probieren, Einsicht, Übung oder Lehre erfolgen und muss dem Lernenden den künftigen Umgang mit sich oder der Welt erleichtern oder vertiefen… Lernen umfasst auch den Abbau von Verhaltens- und Leistungsformen, die dem Lernenden den Umgang mit sich oder der Welt erschweren, beengen oder verflachen“. Roth, Heinrich: Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernens. 6. Aufl. Berlin-Hannover-Darmstadt 1962, S. 205

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