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Unterricht mit und für Gehörlose

Unterricht mit und für Gehörlose. „Es hört doch jeder nur, was er versteht!“ Johann Wolfgang von Goethe. Übersicht. Allgemeines Begriffsdefinition „GEHÖRLOSIGKEIT“ Hörstörungen Skala zur Erfassung von Hörstörungen Gehörlosenkultur Gebärdensprache Grundgebärden Unterricht mit Gehörlosen.

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Unterricht mit und für Gehörlose

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Presentation Transcript


  1. Unterricht mit und für Gehörlose „Es hört doch jeder nur, was er versteht!“ Johann Wolfgang von Goethe

  2. Übersicht • Allgemeines • Begriffsdefinition „GEHÖRLOSIGKEIT“ • Hörstörungen • Skala zur Erfassung von Hörstörungen • Gehörlosenkultur • Gebärdensprache • Grundgebärden • Unterricht mit Gehörlosen Pum Katharina

  3. Allgemeines • Gehörlose werden nicht gerne als „taubstumm“ oder „hörbehindert“ bezeichnet. • In Österreich sind ca. 10.000 Personen der Bevölkerung gehörlos und mindestens 20.000 schwer hörbeeinträchtigt. Pum Katharina

  4. Begriffsdefinition – „GEHÖRLOS“ • Im medizinischen Sinn spricht man von Gehörlosigkeit, wenn eine Hörschädigung so gravierend ist, dass gesprochene Sprache nicht mehr verstanden werden kann, nicht einmal mit Hilfe eines Hörgerätes oder anderer technischer Hilfsmittel. • Sprechen Gehörlose von ihrer Gehörlosigkeit, so beziehen sie sich damit auf ihre Sprache, ihre Vergangenheit und ihre Gemeinschaft (Gehörlosengemeinschaft). Pum Katharina

  5. Hörstörungen • Es gibt viele Abstufungen zwischen dem normalen Hören und dem vollkommenen Hörverlust, der Taubheit. Dabei unterscheidet man zwischen • angeborene Hörstörungen – genetisch bedingt (z.B.: Fehlbildungen am Ohr) und • erworbene Hörstörungen – pränatal, perinatal und postnatal (z.B.: durch Infektionen, Medikamenteneinnahme) Pum Katharina

  6. Skala zur Erfassung von Hörstörungen Pum Katharina

  7. Gehörlosenkultur Verhalten Erfahrung Geschichte KULTUR Kunst Wahrnehmung Sprache Pum Katharina

  8. Typische Gehörlosenkultur • umarmende Begrüßung • Du – Ansprache • mehr Blickkontakt • mehr Körperkontakt • mehr Umarmungen • neugierige und bohrende Fragen • direkte Kritik • .... Pum Katharina

  9. Begriffserklärungen • ÖGS – österreichische Gebärdensprache • erst seit 2006 anerkannte Sprache • LS – Lautsprache • LBG – lautsprachbegleitende Gebärde • LUG - lautsprachunterstützende Gebärde Pum Katharina

  10. ÖGS – österreichische Gebärdensprache • visuelle Sprache mit eigener Grammatik • zur Gebärdensprache benötigt man Arme, Oberkörper, Gesicht, Kopf, Augen und Mund • im Gespräch wird nur der Raum bis zur Hüfte verwendet • Regel der Dominanz – eine Hand aktiv, eine Hand passiv • Mimik enorm wichtig - Ohne Mimik verstünde man nur 50%! Pum Katharina

  11. Unterschiede - Lautsprache und ÖGS Pum Katharina

  12. Zusammenfassung - ÖGS • anderer Satzbau, andere Fragestellung • keine Artikel • viele Richtungsgebärden – „persönliche Fürwörter“ • „Erzählen in Rollen“ – Rollenübernahme – direkte und indirekte Rede • Zeitenbildung • keine Schachtelsätze – kurze Sätze • sehr direkte Wahrnehmung – Namensgebung • Blickkontakt ist zwingend • Eigenschaftswort nach dem Hauptwort • Buchstabieren – wichtiger Bestandteil • Klassifikator • Lokalisation • Inkorporation – in der ÖGS wird eine Gebärde zum Ausdruck mehrerer Wörter verwendet • Lichtverhältnisse • kein „ist“, kein „haben“ Pum Katharina

  13. Rahmenbedingungen für gehörlose Klassen • Klassenraumgröße • Lichtverhältnisse • Raumordnung mit Blickkontakt • Kleinklassen – Problem Schüler können schwer abschalten! • Stunden aus Seminarbereich • Ständige Anwesenheit einer Bezugsperson • Beamer, OH, Flipchart – visuelle Medieneinsatz Pum Katharina

  14. Unterricht mit und für Gehörlose • Im Verhältnis zur deutschen Sprache wird vieles vereinfacht. • Deutsch ist für Gehörlose eine Fremdsprache. • Sie verstehen oft den Inhalt eines Satzes/eines Wortes nicht, weshalb der Unterricht anders aufbaut werden muss: • „roter“ Faden durch die Stunde, „Rituale“ festlegen • viel Anschauungsmaterial, bunte Folien mit Bildern • alles Verschriftlichen, ordentliches Tafelbild • Power Point Präsentationen • Fragenkataloge, Begriffserklärungen, Arbeitsblätter... Pum Katharina

  15. Unterrichtspraxis mit Gehörlosen • Analyse Ausgangsvoraussetzung • Motivation – „Wie bzw. warum betrifft mich dieses Thema?“ • an Schülererfahrung anknüpfen • Analyse des Themas • lebenspraktische Themensetzung, Anschauungsmaterial • Analyse des Verfahrens • Methodenmix – Frontalunterricht unterbrechen, offenes Lernen • Zeitplanung/Erholungszeiten • Zielformulierung zu jedem Thema und Subthema Pum Katharina

  16. Sprachverständnis im Alltag • Sprache so weit als möglich mit Gegenständen, Handlungen und Situationen in Beziehung bringen. • Sprache kongruent zur Situation gebrauchen. • Sprache mit Mimik, Gestik unterstützen. • Längere Aufträge in kürzere Teilaufträge aufteilen. • Verständnis durch Fragestellungen sichern Pum Katharina

  17. Schnappschüsse Pum Katharina

  18. Interessante Links • www.witaf.at • www.oeglb.at • www.oegsbarrierefrei.at • www.uni-klu.ac.at/fzgs • www.univie.ac.at/oegsprojekt Pum Katharina

  19. „Vielleicht sollten wir uns von dem Aberglauben lossagen, alles verstehen zu müssen, Und uns zu der Einsicht bekehren, im Höchstfall imstande zu sein, mit unserem Unverständnis verständnisvoll umgehen zu können!“ Schöne FERIEN! Pum Katharina

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