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Erfolgreiche Bildungssysteme im Vergleich Prof. Dr. Marius R. Busemeyer, Universität Konstanz

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22 diapositives · 374 Views · Aug 02, 2014

Erfolgreiche Bildungssysteme im Vergleich Prof. Dr. Marius R. Busemeyer, Universität Konstanz IBK Forum Duale Berufsausbildung der Zukunft Bregenz, 14. Februar 2014. Einleitung und Überblick. Zentrale Bedeutung von Bildung in Wissens- und Dienstleistungsgesellschaften wirtschaftliche Aspekte

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  1. Erfolgreiche Bildungssysteme im Vergleich Prof. Dr. Marius R. Busemeyer, Universität Konstanz IBK Forum Duale Berufsausbildung der Zukunft Bregenz, 14. Februar 2014

  2. Einleitung und Überblick • Zentrale Bedeutung von Bildung in Wissens- und Dienstleistungsgesellschaften • wirtschaftliche Aspekte • soziale Inklusion und Mobilität • Aber: • Was sind erfolgreiche Bildungssysteme? Welche Erfolgskriterien kann man definieren? • Wie schneiden Bildungssysteme im internationalen Vergleich ab? • Wie steht das Modell der dualen Ausbildung da? Was sind die Zukunftsaussichten?

  3. Bildungsindikatoren: Ein Überblick • Öffentliche und private Ausgaben für Bildung (pro Schüler, als Anteil vom BIP), Gesamt und für einzelne Bildungssektoren • Beteiligungsquoten für einzelne Bildungssektoren • Verbreitung von Bildungszertifikaten in der Bevölkerung • Leistungsvergleiche (PISA, TIMSS, IGLU, PIAAC): • durchschnittliche Performanz • Streuung • Abhängigkeit der Bildungsleistungen vom familiären Hintergrund • Komplexere Indikatoren: Bildungsrenditen, soziale Mobilität und Bildungsgleichheit

  4. Bildungsausgaben, alle Sektoren, 2010 Quelle: OECD Education at a Glance. Anmerkung: Daten für Deutschland aus dem Jahr 2009, für Griechenland aus dem Jahr 2005.

  5. Bildungsausgaben, Hochschulsektor, 2010 Quelle: OECD Education at a Glance. Anmerkung: Daten für Deutschland aus dem Jahr 2009, für Griechenland aus dem Jahr 2005.

  6. PISA-Ergebnisse, 2012 Quelle: PISA-Studie 2012.

  7. Quelle: PIAAC-Studie, Rammstedt 2013, S. 45.

  8. Bildungsperformanz und Ausgaben

  9. Bildungsperformanz und Wachstum

  10. Berufliche Bildung und Wachstum

  11. Berufsbildung und Lohnungleichheit

  12. Berufsbildung und Jugendarbeitslosigkeit

  13. Zwischenfazit • Bildungssysteme unterscheiden sich anhand einer Vielzahl von Dimensionen • Komplexe Wirkungszusammenhänge: • kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Bildungsperformanz, wirtschaftlichem Wachstum und Bildungsausgaben • „Mehr Bildung“ alleine reicht nicht aus • Grundlegende Entscheidungen zu den Prioritäten von Bildungspolitik müssen politisch entschieden werden, Wissenschaft in beratender Funktion

  14. Duale Ausbildung im internationalen Vergleich

  15. Duale Ausbildung in den DACH-Staaten • Stärken des dualen Ausbildungsmodells im internationalen Vergleich: • Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung • soziale Inklusion von „praktisch Begabten“, niedrige Jugendarbeitslosigkeit • Schwächen des dualen Ausbildungsmodells: • Marktabhängigkeit des Ausbildungsangebots • aufwändige Abstimmungsprozesse zwischen beteiligten • Akteuren • Passt das duale Ausbildungsmodell zur Wissensgesellschaft?

  16. Duale Ausbildung in den DACH-Staaten • Stärken des dualen Ausbildungsmodells im internationalen Vergleich: • Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung • soziale Inklusion von „praktisch Begabten“, niedrige Jugendarbeitslosigkeit • Schwächen des dualen Ausbildungsmodells: • Marktabhängigkeit des Ausbildungsangebots • aufwändige Abstimmungsprozesse zwischen beteiligten Akteuren • Passt das duale Ausbildungsmodell zur Wissensgesellschaft?

  17. Herausforderungen • Unterschiedliche Systeme, unterschiedliche Herausforderungen • Gemeinsame Herausforderungen: • Anpassung von Ausbildungsinhalten an neue Anforderungen • Attraktivität der beruflichen Bildung im Vergleich zu Hochschulstudium sichern • Ausreichende Beteiligung der Arbeitgeber an Ausbildung sichern

  18. Thesen zur Zukunftsfähigkeit des dualen Ausbildungsmodells • Attraktivität des Ausbildungsmodells „am oberen Ende“: • Verbesserung der Verzahnung zwischen beruflicher und universitärer Bildung, z.B. durch Berufsabitur/Lehre mit • Abitur, duales Studium • Soziale Inklusion von Geringqualifizierten: • Aufbau eines alternativen Zweigs in der beruflichen Bildung nach dem Vorbild Dänemark/Niederlande? •  Hamburger Ausbildungsmodell

  19. Hamburger Ausbildungsmodell

  20. Thesen zur Zukunftsfähigkeit des dualen Ausbildungsmodells • Anpassung von Ausbildungsinhalten an neue Anforderungen: • Reform von Ausbildungsordnungen unter Beteiligung von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Bildungsforschung • Konsensbildung zwischen beteiligten Akteuren fördern • Ausbildungsbereitschaft der Arbeitgeber erhalten: • Schaffung von Ausbildungsberufen mit Arbeitsmarktrelevanz • Ausbildungsbeteiligung als kollektive Selbstverpflichtung • gezielte Unterstützung durch Subventionen? • Notwendige Reformen im allgemeinen Schulwesen (Sekundarschulbereich) angehen