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Erkennen und fördern:

Erkennen und fördern:. Kinder mit besonderen Begabungen. Dr. med. Martina Becker Schul- u. Jugendärztlicher Dienst der Kreisverwaltung Südwestpfalz. Bereits im Babyalter sind Auffälligkeiten erkennbar:.

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Erkennen und fördern:

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Presentation Transcript


  1. Erkennen und fördern: Kinder mit besonderen Begabungen Dr. med. Martina BeckerSchul- u. Jugendärztlicher Dienst der Kreisverwaltung Südwestpfalz

  2. Bereits im Babyalter sind Auffälligkeiten erkennbar: In der Literatur werden sowohl Schreibabys mit minimaler Schlafenszeit, als auch Kinder mit extrem großem Schlafbedürfnis beschrieben (aufgrund besonders intensiver Reizaufnahme aus der Umwelt)

  3. Diese Auffälligkeiten können von Laien aber erst viel später als solche eingeordnet werden.

  4. Hochbegabte Kinder haben von klein an ein sehr großes Interesse an Büchern. • Die Sprachentwicklung ist sehr früh äußerst differenziert und der Wortschatz sehr groß. • Die Kinder fallen durch eine sehr enge Bindung an eine bestimmte Person auf (meist die Mutter). • Sie fühlen sich häufig unsicher und von Selbstzweifeln geplagt. • Versichern sich immer wieder der körperlichen Nähe der Bezugsperson. • Sie brauchen von Anfang an emotionale Hilfen.

  5. Eigenschaften von hochbegabten Kindern generell: Wachheit Neugier Phantasie Beobachtungs- und Kombinationsgabe Zielstrebigkeit Humor Kreativität

  6. ProblemlösenJa Fleißarbeit Nein Als besondere Eigenschaft wird zwar auch die Ausdauer beschrieben: Wobei sich diese meist nur darauf beschränkt die Lösung eines Problems zu erarbeiten. Die Durchführung sprich Fleißarbeit ist für diese Kinder häufig uninteressant und wird entweder sehr nachlässig oder gar nicht fortgeführt.

  7. Die Kinder verfügen über ein großes Einfühlungsvermögen in soziale Beziehungen und Gefühle anderer. Typisch ist ein großes Auseinanderklaffen von verstandesmäßigem Verstehen und emotionalem Verarbeiten. Emotionales Verstehen und Verarbeiten hochbegabter Kindern

  8. Strukturen und Regeln Hochbegabte Kinder … ... vertragen keinen hektischen Tagesablauf ... benötigen dringend geregelte Strukturen ... träumen häufig (sind oft nicht bei der Sache) ... brauchen oft sehr lange bis sie mit einer Sache beginnen

  9. Typisch ist, dass bereits vor dem dritten Geburtstag unterschieden wird zwischen: gestern, vorgestern und morgen Schon bei Dreijährigen werden beträchtliche Entwicklungsunterschiede deutlich. Der Wortschatz differiert zwischen 250 und 3000 Worten Die Kinder haben den Kopf voller Ideen, Pläne und Gedanken. Viele Dinge werden angefangen aber nicht beendet. Soziale Leistungen, die diese Kinder noch nicht beherrschen werden erwartet, was sie können wird aber zurückgewiesen Die Kinder haben in diesem Alter in der Regel großes Interesse an Buchstaben und Zahlen sowie an allem was geordnet werden kann Wichtige Erkennungsmerkmale von hochbegabten Kindern

  10. Zusammenfassung der Merkmale für Hochbegabung: Gute Beobachtungsgabe Hohe sprachliche Fertigkeiten Gute Gedächtnisleistungen Schnelles Durchschauen von Ursache-Wirkung-Beziehungen Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden Sehr hohes Detailwissen in einzelnen Bereichen Schnelles Erkennen von grundlegenden Prinzipien und Herstellen gültiger Verallgemeinerungen Ausgiebiges Lesen vor allem von Büchern, die über ihre Altersstufe deutlich hinaus gehen Kritisches Denken, unabhängig und wertend

  11. Arbeitshaltung und Interessen hochbegabter Kinder: Sie gehen in Problemen völlig auf, wenn sie motiviert sind Sie sind bei Routineaufgaben gelangweilt, verweigern sich sogar oder machen Fehler Sie streben nach Perfektion Sie sind selbstkritisch Sie arbeiten gern unabhängig, um Probleme durchdenken zu können Sie setzen sich hohe Leistungsziele, die sie mit einem Minimum an Anleitung und Hilfe durch Erwachsene erreichen Sie interessieren sich für Erwachsenen-Themen (Umweltfragen, Politik, Religion, Philosophie, Gerechtigkeit u. a.)

  12. Soziales Verhalten hochbegabter Kinder: Häufige Beschäftigung mit Begriffen wie Gerechtigkeit, Gut-Böse, Recht, Unrecht Ausgeprägtes Moralbewusstsein und grundsätzliche Ablehnung körperlicher Gewalt Individualismus Prüfen Meinungen von Autoritäten, bevor sie sie akzeptieren Übernahme von Verantwortung Zuverlässigkeit in Planung und Organisation Bevorzugung von meist älteren Spielgefährten oder Erwachsenen, auf der Suche nach Gleichbefähigten Wille, ihre Situation selbst zu bestimmen Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit für politische und soziale Probleme

  13. Fehlinterpretationen des Verhaltens hochbegabter Kinder: • Wie oft aber geschieht es: • dass beharrliches Nachfragen als Wichtigtuerei abgetan wird • Besondere Lesefähigkeiten eines Schulanfängers auf überehrgeizige Eltern zurückgeführt werden • Besonderes Interesse z.B. an Astronomie eines Erstklässlers als Spinnerei abgetan wird • Das Finden anderer als vorgegebener Arbeits -u. Lösungswege als unangepasst abgelehnt wird

  14. Wie oft aber geschieht es, • dass Unlust am Üben mit fehlendem Arbeitseifer erklärt wird • dass Tagträumen mit Müdigkeit oder Desinteresse an schulischer Arbeit erklärt wird • dass Nichtanfertigung von Hausaufgaben als Faulheit interpretiert wird • dass der Klassenkasper nur als Störenfried gesehen wird

  15. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Pädagogen, die sich im Bereich Hochbegabung fortgebildet haben, häufig gut in der Lage sind, solche Kinder zu erkennen. Sicherheit kann eine genaue Diagnostik bringen, die mehrere Verfahren kombiniert: • Beobachtungen von Eltern und Erziehern • Lehrerurteil • Zeugnisse • Wettbewerbsleistungen • Psychometrische Testverfahren (IQ-Test)

  16. Exceptional Children In der amerikanischen Literatur gibt es für hb-Kinder den Begriff: Unter diesem Begriff wird jede Abweichung von der Norm zusammengefasst. Für Schwache und außergewöhnlich Starke gibt es nur eine Bezeichnung.

  17. Vom äußeren Erscheinungsbild kann keine Vermutung abgeleitet werden! Verschiedene Erscheinungsbilder • Sehr ruhig • Vorlaut • Sehr wild • Gut erzogen • Ganz unmöglich

  18. Erfahrungen • Sobald die Lust am Lernen durch ewiges Warten auf andere ausgetrieben worden ist, hat die Begabung keine Möglichkeit mehr sich zu entfalten. • Die Kinder werden immer desinteressierter und ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück, • oder sie fallen immer mehr als aufsässige Störenfriede auf.

  19. Erfahrungen • Die Fiktion von der Notwendigkeit mit Gleichaltrigen umgehen zu können funktioniert nicht. • Ein Kind ist immer erheblich unter- das andere überfordert.

  20. Erfahrungen Vorzeitige Einschulung Ist immer dann sinnvoll wenn das Kind entsprechend wissensdurstig ist und über die entsprechende Konzentration verfügt.

  21. Erfahrungen Überspringen von Klassen: • Sollte immer individuell besprochen und entschieden werden. • In einer von uns untersuchten vierten Klasse der Albert-Schweitzer-Schule in Zweibrücken gab es Schüler im Alter von 8-13 Jahren.

  22. Erfahrungen • Die Kinder sind geistig weit voraus • Motorisch häufig retardiert • Sehr anhänglich mit Wunsch nach sehr viel Nähe, was keinen Widerspruch zur Schulreife darstellt

  23. Exceptional Children lieben: • Knifflige Fragen • Denksportaufgaben • Rätsel • Projekte in eigener Verantwortung • Generell geistige Herausforderung

  24. Wichtige Erziehungsaufgaben: • Lernen lernen • Durchhaltevermögen • Fähigkeit zum systematischen Arbeiten • Zielorientiertheit

  25. Beobachtungen • Hochbegabung ist zwischen Jungen und Mädchen zu gleichen Teilen verteilt • Jungs werden häufiger als solche erkannt • Mädchen versuchen oft unauffällig im Hintergrund zu bleiben • Daher ist es sehr wichtig über dieses Thema informiert zu sein, um allen helfen zu können.

  26. Beobachtungen • Kinder einer Altersstufe sind nicht vergleichbar • Bereits in der ersten Klasse gibt es Altersunterschiede bis zu 2 Jahren • Das entsprechende Leistungsspektrum differiert noch mehr

  27. Beobachtungen • Lernen und Wissenserwerb gehört zu den interessantesten Spielen • Daher Förderstunden nicht nur für Schwache anbieten • Möglichkeiten in der normalen Schule: Sonderprojekte, Zusatzaufgaben, Überspringen von Klassen

  28. Beobachtungen • Das Vorschulalter ist eine relevante Phase in der Entwicklung von hochbegabten Kindern. • Die Kinder werden ganz oder als zu „verkopft“ abgelehnt. • Oft ist die Umwelt nicht angepasst • Ein kognitiv unterfordertes Kind ist auch ein sozial unglückliches Kind • Intelligenz und Motorik entwickeln sich unabhängig voneinander

  29. Starke Kinder fördern Starke Kinder haben das gleiche Recht auf gezielte Förderung wie sehr schwache oder behinderte Kinder Was kann speziell für diese Kinder, die häufig durch Stören oder Unkonzentriertheit aus dem Rahmen fallen, (wegen Langeweile) wirklich getan werden?

  30. Was ist zu tun? • Sensibilisierung von Erziehern und Lehrern • Elternengagement, z.B. Schachgruppe • Projekte, die auch von Praktikanten oder Eltern durchgeführt werden könnten • Mentoren, die sich den Kindern widmen • Angebote, bei denen die Kinder lernen müssen, inkl. der Ergebnispräsentation • Anerkennen eines flexiblen Einschulungsalters • Kinder müssen das Lernen lernen

  31. Fördern im Kindergarten • Der Kindergarten ist ein wunderbarer Ort um besonders begabte Kinder zu fördern • Es gibt unzerteilte Zeiträume • Keine Fachgrenzen • Beliebige Themen

  32. Folgende Materialien sollten zur Verfügung stehen: • Strategie- und Regelspiele • Schach • Bausteine • Kostenloses Material: Stoffe, Wolle, Steine • Für Experimente: Kaleidoskope, Lupen • Sachbücher, Nachschlagewerke, PC

  33. Die Kinder dürfen nicht vertröstet werden wenn sie leistungsstark sind, sondern sollen bestärkt und gefördert werden.

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