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  1. Probleme der italienischen Etymologie 26. April 2010

  2. Wiederholung wichtiger Punkte der vergangenen Sitzung Etappen Der vorwissenschaftlichen etymologie

  3. Kurze Wiederholung • Die Vorwissenschaftliche Etymologie (Antike bis 18. Jahrhundert) • Antikes Griechenland • Suche nach dem wahren Sinn der Wörter • Mittelalter • Isidor von Sevilla. Herleitung nach formaler Ähnlichkeit und zufälligem semantischen Bezug, z.B. HOMO - HUMUS • Vgl. hierzu auch VOLKSETYMOLOGIE (PARAETYMOLOGIE) • Dante Alighieri: Sprachvergleich: ähnliche Formen verwandter Sprachen der Gegenwart (lingua oil, lingua oc, lingua si) lassen auf identische Formen in der Vergangenheit schließen

  4. Kurze Wiederholung • Die Vorwissenschaftliche Etymologie (Antike bis 18. Jahrhundert) • Italien (Renaissance bis 17. Jahrhundert) • Sprachhistorische Diskussion im Rahmen der Questione della lingua • Frage nach dem Ursprung des Italienischen (volgare) • Der Verfall der klassischen lateinischen Sprache und seine Gründe • Sprachkontakt zu Zeiten der Romanisierung/Latinisierung Italiens • Sprachkontakt zu Zeiten der Völkerwanderung (Einfluss von Goten und Langobarden bei der Herausbildung des Italienischen) • Sporadische Herleitung einzelner Wörter

  5. Kurze Wiederholung • Die Vorwissenschaftliche Etymologie (Antike bis 18. Jahrhundert) • Italien (17. und 18. Jahrhundert) • Beginn der etymologischen Lexikographie des Italienischen • 17. Jahrhundert – etymologische Wörterbücher der italienischen Gemeinsprache • Ottavio Ferrari, OriginesLinguaeItalicae (1676) • Egidio Menagio (= Gilles Ménage),Origini della linguaitaliana (1685) • 18. Jahrhundert – etymologische Wörterbücher italienischer Dialekte (Sizilianisch) • Giuseppe Vinci • Michele Pasqualino • Vorstufe wissenschaftlicher Studien (Quellenstudien) • Etymologische Detailstudien auf hohem wiss. Niveau (Ludovico Muratori)

  6. Die italienische Lexikographie des frühen 19. Jahrhunderts Tendenzen Tendenzen Allgemein Herausbildung der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft Entdeckung lautlicher Gesetzmäßigkeiten bei der sprachlichen Entwicklung Herausbildung der Romanistik als historisch-vergleichende Disziplin Erste historische Grammatiken und Wörterbücher der romanischen Sprachen In Italien Keine gemeinsprachlichen etymologischen Wörterbücher des Italienischen Etymologische Fachwörterbücher bestimmter Disziplinen Einige etymologische Wörterbücher italienischer Dialekte

  7. Die italienische Lexikographie des frühen 19. Jahrhunderts • Ausrichtung • Im frühen 19. Jahrhundert dominieren in Italien etymologische Fachwörterbücher

  8. Bonavilla Aquilino • Dizionario etimologico di tutti i vocaboli usati in teologia… (1822) Ital. Lexikographie des 19. Jhs.

  9. Ital. Lexikographie des 19. Jhs.

  10. Ital. Lexikographie des 19. Jhs.

  11. Marco Aurelio Marchi Ital. Lexikographie des 19. Jhs. Ausrichtung: Behandlung des gelehrten wissenschaftlichen Wortschatzes

  12. Marco Aurelio Marchi 1828 Ital. Lexikographie des 19. Jhs. Vorwort mit Angaben zur Programmatik und Struktur des Wörterbuchs

  13. Ital. Lexikographie des 19. Jhs.

  14. Enrico Viviani: • Cento osservazioni al Dizionario etimologico delle voci dantesche (1830) Ital. Lexikographie des 19. Jhs.

  15. Ital. Lexikographie des 19. Jhs. Kritisch-ironische Beurteilung von Vivanis Erklärung

  16. Hinweis auf Gilles Ménage und Francesco Redi Ital. Lexikographie des 19. Jhs. Literarische Belege Etymologische Erklärung

  17. Die Bedingungen der wissenschaftlichen Etymologie Die historisch-vergleichende sprachwissenschaft

  18. Die Historizität von Sprache • diachrone Sprachbetrachtung • synchrone Sprachbetrachtung Die historisch-vergleichende Sprachwissen-schaft F. de Saussure

  19. Diachronie (< gr.: δια=dia durch, hindurch ; χρονος chronos=Zeit) • Von Ferdinand de Saussure geprägter Terminus. • Es ist das Antonym von Synchronie und ist damit ein Grundbegriff der Historischen Sprachwissenschaft, die sich mit historischen Sprachbetrachtungen befasst. Die historisch-vergleichendeSprachwissen-schaft

  20. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft • Im Gegensatz zur Synchronie wird in der historischen Linguistik die Sprache nicht auf einer Zeitebene untersucht, sondern ein Sprachaspekt wird innerhalb mehrerer ausgewählter (oder allen) Zeitebenen untersucht und verschiedene Sprachentwicklungsstufen werden miteinander verglichen. • AMICUM • amicu • amico amigo ami Diachrone Perspektive

  21. Der Beginn der Historiolinguistik liegt im 19. Jahrhundert, als erstmals eine gut begründete Hypothese über Verwandtschaft unter den indoeuropäischen Sprachen aufgestellt wurde. • Franz Bopp, Vocalismus, oder sprachvergleichende Kritiken: Über J. Grimm's deutsche Grammatik und Graff's althochdeutschen Sprachschatz (1836) Die historisch-vergleichendeSprachwissenschaft Franz Bopp 1791-1867

  22. Auswahl an Schriften • Vocalismus, oder sprachvergleichende Kritiken, Berlin 1836 • Über die keltischen Sprachen, Berlin 1839 • Über die Verwandtschaft der malaiisch-polynesischen Sprachen mit dem Indogermanischen, Berlin 1841 • Über die kaukasischen Glieder des indo-europäischen Sprachstammes, Berlin 1847 • Über die Sprache der alten Preußen, Berlin 1853 • Vergleichendes Accentuationssystem, Berlin 1854 • Über das Albanesische in seinen verwandtschaftlichen Beziehungen, Berlin 1855 Die historisch-vergleichendeSprachwissenschaft Weitere digitalisierte Schriften: http://de.wikisource.org/wiki/Franz_Bopp

  23. August Schleicher erforschte die Zusammenhänge der indogermanischen Sprachfamilie. Die Linguistik betrachtete er als Teil der Naturwissenschaften. • Er definierte Sprache als natürlichen Lebensbestandteil, dessen Veränderungen – analog zur Entwicklung biologischer Arten – den Gesetzmäßigkeiten der Evolution unterliegt. Die historisch-vergleichendeSprachwissenschaft

  24. Auf der Grundlage seiner Forschungsergebnisse zeichnete er im August 1853 den Ursprung der indoeuropäischen Sprachen in einem der ersten „Stammbäume“ nach, die in der Geschichte der Sprachwissenschaft und der Biologie (z.B. von Charles Darwin) veröffentlicht wurden. Die historisch-vergleichendeSprachwissenschaft

  25. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft • "Die grammatik bildet einen teil der sprachwißenschaft oder glottik. Dise selbst ist teil der naturgeschichte des menschen. Ire methode ist im wesentlichen die der naturwißenschaften überhaupt ... Eine der hauptaufgaben der glottik ist die ermittelung und beschreibung der sprachlichen sippen oder sprachstämme, d.h. der von einer und der selben ursprache ab stammenden sprachen und die anordnung diser sippen nach einem natürlichen systeme." Hauptwerk Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen (1861/62)

  26. Die Junggrammatiker • Gruppierung von Linguisten der sogenannten Leipziger Schule, die sich Ende der 1870er Jahre in Leipzig um August Leskien (1840–1916), Karl Brugmann (1849-1919) und Hermann Osthoff (1847-1909) gebildet hatte. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft Karl Brugmann

  27. Mit ihrer Hypothese der „Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze“ versuchten sie die bis dahin als Geisteswissenschaft deklarierte Sprachwissenschaft im Zeichen der Naturwissenschaft neu zu begründen. Diese Entwicklung resultierte aus dem zunehmenden Wettbewerb der Geisteswissenschaften mit den Naturwissenschaften. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft Universität Leipzig im späten 19. jh.

  28. Die Junggrammatiker vertraten in der indogermanischen und allgemeinen Sprachwissenschaft eine positivistische Richtung und folgten der Doktrin des Physiologen Emil Heinrich du Bois-Reymond (1818-1896) von der Ausnahmslosigkeit der Naturgesetze. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft

  29. Ihrer Auffassung nach finden Sprachveränderungen ausnahmslos auf der Grundlage naturgegebener Lautgesetze statt. Sprachwissenschaftliche Erkenntnisse sollten ausschließlich auf beobachtbaren Tatsachen - und nicht auf Abstraktionen - beruhen. Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft

  30. Beispiel Die erste Lautverschie-bung, die die drei indogermanischen stimmlosen Verschluss-laute p, t, k betrifft, aus denen in allen germani-schen Sprachen die stimm-losen Reibelaute f, θ , χwerden (vgl. lat. pater : engl. father, dt. Vater; lat. tres : engl. three ; lat. centum : dt. hundert). • „Aller Lautwandel, soweit er mechanisch vor sich geht, vollzieht sich nach ausnahmslosen Gesetzen, d.h. die Richtung der Lautbewegung ist bei allen Angehörigen einer Sprachgenossenschaft, außer dem Fall, daß Dialektspaltung eintritt, stets dieselbe, und alle Wörter, in denen der der Lautbewegung unterworfene Laut unter gleichen Verhältnissen erscheint, werden ohne Ausnahme von der Veränderung ergriffen.“ Geschichte der Historiolinguistik Hermann Osthoff/Karl Brugmann :„Morphologische Untersuchungen auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen“ (Bd. 1, 1878, S. XIII)

  31. Die italienische Etymologie als Bestandteil der gesamtromanischen Etymologie Die historisch-vergleichende sprachwissenschaft Von Christian Friedrich diez bis Wilhelm meyer-lübke

  32. Die wissenschaftliche Etymologie • Friedrich Christian Diez • Wilhelm Meyer-Lübke

  33. Friedrich Christian Diez (1794-1876) besuchte das Gymnasium und anschließend die Universität seiner Heimatstadt Gießen (1811–16) und Göttingen (1816–18). Hier studierte er zunächst Klassische Philologie sowie Moderne Sprachen und Literaturen unter anderem bei Friedrich Gottlieb Welcker (1784-1868), der bei ihm das Interesse für die italienische Dichtung weckte. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit

  34. Er übersetzte Werke von Lord Byron und Walter Scott und begann, sich für mittelalterliche Literatur zu interessieren. Im Jahr 1813 nahm er an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit

  35. Nach einer Begegnung mit Goethe begann er sich für die Dichtung der Troubadours zu interessieren. Goethe hatte die von François-Juste-Marie Raynouard (1761-1836) herausgegebene Sammlung okzitanischer Dichtung gelesen und regte Diez dazu an, sich eingehender damit zu befassen. Nach einigen Jahren als Hauslehrer und Bibliothekar in Darmstadt und Utrecht promovierte Diez 1821 in Gießen. 1822 folgte die Habilitation in Bonn. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit

  36. Am 20. November 1821 wurde Diez als Lektorfür Italienisch, Spanisch und Portugiesisch nach Bonn berufen. Um die Stelle nicht zu gefährden, promovierte er rasch in Gießen und erhielt am 30. Dezember 1821 die Doktorwürde. Im April 1822 trat er die Lektorenstelle in Bonn an und wurde bereits am 12. Juli 1823 zum außerordentlichen "Professor und Lektor der südwestlichen europäischen Sprachen" ernannt. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit

  37. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit • Diez veröffentlichte zunächst zwei Werke zur Dichtung der Troubadours, Die Poesie der Troubadours (1826) und Leben und Werke der Troubadours (1829). • In den folgenden Jahren widmete er sich der Grammatik der romanischen Sprachen (1826–44), indem er die von Franz Bopp und Jacob Grimm entwickelte Methode des Sprachvergleichs auf der Basis der lautgesetzlichen Entwicklung auf die romanischen Sprachen anwandte. • Diez bezeichnete diese Vorgehensweise auch als „kritische Methode“.

  38. Stammbaum der Sprachen

  39. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit • 1830 wurde Diez in Bonn auf einen Lehrstuhl für mittelalterliche und moderne Sprachen und Literaturen berufen, wo er bis zu seinem Tod 1876 blieb.

  40. Friedrich Diez (1794-1876)  gilt bekanntermaßen als Begründer der Romanischen Sprachwissenschaft. Er verfasste unter dem Einfluss von Jacob Grimms Deutscher Grammatik zwischen 1836 und 1843 die Grammatik der romanischen Sprachen. Auf der Grundlage des romanischen Sprachvergleichs verfasste er 1853 das Etymologische Wörterbuch der romanischen Sprachen, in dem er die etymologische Forschung auf eine wissenschaftliche Basis stellte. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit

  41. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit • Hier beschäftigte er sich vor allem mit den romanischen Nationalsprachen Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Rumänisch und aufgrund seiner kulturellen Bedeutung im Mittelalter auch mit dem Okzitanischen. • Romanische Minderheitensprachen wie Katalanisch, Sardisch und Rätoromanisch werden dagegen von Diez nur sporadisch berücksichtigt.

  42. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit • In der Romanistik ging es darum, bei gegebener Kenntnis des klassischen Latein das gesprochene Latein (Vulgärlatein) und damit die hypothetischen Formen des Protoromanischen zu rekonstruieren. • Das Protoromanische wurde in seiner regionalen Vielfalt als Vorstufe aller romanischen Sprachen angesehen. • Die vergleichende historische Sprachwissenschaft fand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts Vertreter, die von ihren Gegnern gern "Junggrammatiker" (auch: Neogrammatiker) genannt wurden.

  43. Friedrich Christian Diez als Forscherpersönlichkeit • Die Junggrammatiker bemühten sich, die im Sprachwandel festzustellenden Regelmäßigkeiten als Gesetzmäßigkeiten zu begreifen, um dadurch in positivistischer Tradition die Sprachwissenschaft als eine exakte Naturwissenschaft definieren zu können.  • Dieser positivistische Ansatz, der bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts (und in der universitären Lehre in Deutschland sogar bis in die 60er Jahre) wirkte,  ließ die historische (d.h. diachrone) Sprachwissenschaft zurzentralen Wissenschaftskomponente  der frühen Romanistik werden.

  44. Aufgabe und Vorgehensweise der Etymologie nach der Auffassung von Diez • Aufgabe der Etymologie • Ein gegebenes Wort auf seinen Ursprung zurückführen • Methoden • Kritische M. • Beachtung der Lautgesetze • Nur wenige Ausnahmen sind gestattet • Unkritische M. • Deutungen aufgrund von formaler Ähnlichkeit • Erzwingung von Zusammenhängen bei geringer Ähnlichkeit oder beim Fehlen von Ähnlichkeit

  45. Schüler von Diez: Gaston Paris • Gaston Paris (1839-1903) studierte u.a. in Bonn romanische Philologie und war seit 1872 Professor für französische Sprache und Literatur am Collège de France in Paris. • Er etablierte die romanische Philologie als eigenständige Disziplin in Frankreich.

  46. Die Bedeutung von Diez für die Forschung und die Weiterentwicklung der wiss. Disziplin • Diez' Bedeutung liegt vor allem in der Entwicklung einer wissenschaftlichen Methode zur Beschreibung der romanischen Sprachen. • Als Begründer des Fachs Romanistik an den deutschen Universitäten als komparatistisch angelegtes Fach zeigt sich noch heute sein Einfluss. • Zu seinen Schülern in Bonn gehörten u.a. Hugo Schuchardt (z.B. Romanische Etymologien Teil 1-2 (1898-1899), Gaston Paris und Adolf Tobler.

  47. Die romanische Etymologie nach Diez: Gustav Körting • Gustav Körting (1845 -1913). • Er studierte in Leipzig zwischen 1863 und 1867 Philologie und Geschichte in und wurde außerordentlicher Professor für romanische und englische Philosophie an der Universität in Kiel. • Lateinisch-romanisches Wörterbuch (Paderborn 1890-1891) • Ausgehend von den lateinischen, keltischen, arabischen und germanischen Etyma werden die romanischen Weiterentwicklungen aufgezeigt.

  48. Die etymologische Forschung nach Diez: W. Meyer-Lübke • Der wohl bedeutendste Vertreter der Komparatistik war in Deutschland der Schweizer Wilhelm Meyer-Lübke (1861-1936) mit seiner Grammatik der romanischen Sprachen, 1890-1902 und dem Romanischen etymologischen Wörterbuch, Heidelberg 11911, 31935).

  49. Wilhelm Meyer-Lübke und das Romanische Etymologische Wörterbuch (REW) • Auszüge aus dem Vorwort zur 3. Aufl. • „Die Etymologie, d.h. die Forschung nach dem Ursprung eines Wortes, hat sich im Laufe der Zeit zur Wortgeschichte herausgewachsen, d.h. zur Darstellung der Gegenwärtigen und älteren räumlichen und zeitlichen Verbreitung eines Wortes, seiner Fähigkeit zu Lebenskraft, der Ursachen seines unterganges und seines Ersatzes. Das alles aufzuführen kann nur die Aufgabe von Monographien sein, ein Handbuch muß sich notwendigerweise nur auf Andeutungen all dieser Dinge beschränken, sein Hauptgesichtspunkt bleibt der ursprüngliche.“ [S. VI]

  50. Stichpunkt Wortgeschichte • Ursprung des Wortes vs. umfassende Wortgeschichte • Das etymologische Wörterbuch muss sich auf die Angabe des Ursprungs beschränken • Die Darstellung der Wortgeschichte ist die Aufgabe von Monographien.