1 / 19

Einführung in die Sprachvermittlung

Einführung in die Sprachvermittlung. 8. Von Mäusen und Männern Reguläre und irreguläre Flexion bei der Wortbildung. 8. Reguläre und irreguläre Flexion bei der Wortbildung. 8.1./2. Pinkers Wortstrukturtheorie / Theorie der semantischen Erweiterung (197-203) 8.3. Wurzellose Wörter (203-211)

kaden
Télécharger la présentation

Einführung in die Sprachvermittlung

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Einführung in die Sprachvermittlung 8. Von Mäusen und Männern Reguläre und irreguläre Flexion bei der Wortbildung

  2. 8. Reguläre und irreguläre Flexion bei der Wortbildung 8.1./2. Pinkers Wortstrukturtheorie / Theorie der semantischen Erweiterung (197-203) 8.3. Wurzellose Wörter (203-211) 8.4. Kopflose Wörter (211-221) 8.5. Intuitive und normative Sprachpraxis (221) 8.6./7. Experimente zur Wortstrukturtheorie (221-229) 8.8. Pluralbildung und Mengenbegriff (229-235) 8.9. Pluralformen im Innern von Komposita (235-245) 8.10. Zwischenbilanz (245-47)

  3. Theorie der seman-tischen Erweiterung = zusätzliche semantische Inputmerkmale bewirken reguläre Flexion Andere Assoziationen Erweiterte oder metaphorische Bedeutung (haushalten – haushaltete, nicht haushielt) Wortstrukturtheorie Wort wird regulär flektiert, wenn es Keine kanonische Wurzel hat Der Kopf des Kompositums seine syntaktischen / semantischen Merkmale nicht auf das Kompositum überträgt 8.1/2. Theorien der Wortbildung (201ff.)

  4. 8.3. Was sind „kanonische Wurzeln“? • Wurzeln / Stämme = lexikalische Einheiten der Menge 3: Haus, Buch, halt-, bau-… • Reguläre Flexion kombiniert diese Stämme (3) mit Suffixen. • Bei der Wortbildung werden aus Stämmen (3) und Wortbildungs-elementen (6) neue Wörter gebildet 1 2 6 3 4 5 Morphologische Regeln:Flexion / Wortbildung

  5. Kanonische Wurzeln • Wörter mit bestimmtem phonologischem Aufbau: Englisch: einsilbig, zweisilbig, aber auf 1. Silbe betont Deutsch: meist zweisilbig, Betonung auf 1. Silbe • Wortartenzuordnung: V, N etc., aus der sich weitere morphologische und syntaktische Eigenschaften ableiten (Plural, Genus, Tempus) • Bedeutung • Irreguläre Formen stehen selbst im Lexikon, aber mit dem Haupteintrag des Lexems verknüpft (vgl. Kap. 5: priming…)

  6. Keine kanonischen Wurzeln… • Lautmalereien (miau, oink) • Zitate (we have to be‘d and not to be‘d) • Eigennamen (Die Manns) • Fremdsprachliche Ausdrücke (Cappucinos, jobs) • Abkürzungen (PC‘s, faxen…) • Konvertierte Wörter Alle diese Ausdrücke erlauben keinen Zugriff auf irreguläre Wurzeln; sie werden nur regulär flektiert!

  7. Konversion • Ein Wort wird ohne Veränderung seiner morphologischen Form einer anderen Wortart zugewiesen • Verb  Substantiv [fly]V (fliegen)  a [fly]N (Flugball beim Baseballspiel) [lauf]V der [Lauf]N [lauf]V-en  das [Laufen]N • Substantiv  Verb [Haushalt] N [haushalt]V-en[fly]N (Flugball)  to [fly]V out(einen Flugball schlagen) • Konversion kann auch von flektierten Formen (Infinitive, Partizipien) ausgehen. • Bei Konversion liegt zwar eine kanonische Wurzel vor, aber sie gehört zu einer anderen Wortart.

  8. 8.4. Kopflose Wörter: Komposition • Art der Wortbildung, bei der Wurzeln (Stämme) miteinander kombiniert werden: Haus + Boot = Hausboot = ein Boot, auf dem ein Haus ist. • „Boot“ ist hier das Grundwort: es gibt die Grundbedeutung des Kompositums vor. Es ist sein (semantischer und syntaktischer) Kopf. • „Haus“ ist das Bestimmungswort: es bestimmt das Grundwort näher. • Das Kompositum erbt die semantischen und syntaktischen Merkmale seines Kopfes.

  9. Kopflose Wörter • Bahuvrihis (214-217) • Stillleben = keine Art von Leben, sondern eine Art von Gemälde – die Semantik des Kopfs geht nicht auf das Kompositum über • Löwenzahn = kein Zahn, sondern eine Pflanze 2. Eponyme: aus einem Namen hergeleitetes Wort mit spezieller Bedeutung (217f.) • Mickey Mouse („Einfaltspinsel“) 3. Zweifache Konversion (218-219) 4. Namen in der englischen Orthographie (220f.)

  10. Mickey Mouse (Einfaltspinsel)N Name Name N  Name N  Name N mouse Mickey mouse Mickey mouse He flied out V (Flugball) N N V V V fly  fly  fly Verstopfte Informationskanäle

  11. 8.6. Experimente zur Wortstrukturtheorie: Natürlichkeitstest 1 • Hauptinteresse gilt Sätzen mit denominalem Gebrauch irregulärer Verben: „ich schachtelte die Teller und spülbeckte die Gläser“ • nach der Theorie wird hier die reguläre Form bevorzugt Ausgangspunkt ist das engl. Nomen „sink“ (Spülbecken); Verbbedeutung von N angeleitet: Konversion

  12. Natürlichkeitstest 1: deutsches Beispiel • „bepfeifen“: denominaler Gebrauch, abgeleitet von N: „Pfeife“ (vgl. Pinker S. 259)

  13. Natürlichkeitstest 1: übertragene Bedeutung • Kontrollfrage enthält irreguläre Verben in übertragener Bedeutung „meine Hoffnungen sanken“ • nach der Theorie wird hier dennoch an der irregulären Form festgehalten

  14. übertragene Bedeutung: deutsches Beispiel • „bepfeifen“: deverbales Verb mit übertragener Bedeutung, aber Bezug zu „pfeifen“ (Pinker S. 260)

  15. 8.7. Natürlichkeitstest 2 • Frage der Wahrnehmbarkeit einer Wortstruktur • Symbolischer Gebrauch eines Wortes: ein Teil steht für das Ganze – Abkürzung der Wortableitung: Verzicht auf Regularisierung / irreguläre Form attraktiver (flew out) (226) • Frage nach der Ähnlichkeit eines Wortes mit der Grundbedeutung der Verbwurzel (Skala von 1-7), unter Bezug auf Material von Test 1 (227) • Von Gruppe 2 am meisten als abkürzenswert beurteilte denominale Verbableitungen wurden von Gruppe 1 am wenigsten regularisiert. (228)

  16. Natürlichkeitstest 3: Pseudowörter • Pseudoverben (kleed) in denominalen Kontexten bzw. als Verbwurzel • Präferenz für reguläre oder irreguläre Flexion • Denominaler Gebrauch: reguläres „kleeded“ gleichermaßen akzeptabel wie irreguläres „kled“ • Verbaler Gebrauch: reguläre viel weniger akzeptabel (228) • Regel als geistige Operation, die Variabeln manipuliert; um Wörter wird „ein abstraktes geistiges Gerüst errichtet“ (229)

  17. 8.9. Pluralformen im Innern von Komposita • Bei Komposita aus zwei Nomina, deren Bestimmungswort im Plural stehen soll, werden im Englischen- problemlos irreguläre Plurale verwendet „mice-infested“ (mäuseverseucht)- reguläre Plurale vermieden: „rat-infested“ (rattenverseucht) • Warum? Theorie der stufenweisen (fließbandförmigen) Wortbildung (Paul Kiparsky)

  18. Die Wortbildungstheorie (Kiparsky) - Englisch - -ly, -tionun-, im-, -er-ous -al • Gespeicherte Wurzeln (3), einschließlich irreguläre (3a): • Wortbildung komplexer Wörter (4) aus Stämmen (3,3a) und Wortbildungs-elementen (7)work-man (3+3)part-ly (3+7) • Reguläre Flexion kombiniert diese komplexen Wörter (4) mit Suffixen (6) zu flektierten Wörtern (z.B. Plural) • Flexion kann nur auf die Ränder solcher komplexen Wörter zugreifen 4 7 3 6 8 5 -s, ed, -ing, Flexion

  19. Die Wortbildungstheorie (Kiparsky)- Deutsch - -lich, -haft-heit, -ung, -er-bar • Gespeicherte Wurzeln (3), einschließlich irreguläre (3a): • Bildung komplexer Wörter (4) aus Stämmen (3,3a) und Wortbildungselementen (7)Haushalt (3+3)häuslich (3a+7) • Reguläre Flexion kombiniert diese komplexen Wörter (4) mit Suffixen (6) zu flektierten Wörtern (z.B. Plural) • Flexion kann nur auf die Ränder solcher komplexen Wörter zugreifen • Zwischen den Stämmen steht ein Fugenelement! 4 7 3 6 8 5 -s, ge-, -t, -te Flexion

More Related